Heute hat das Impfzentrum in der Großsporthalle auf der Hauer in Korbach seine Türen geöffnet. Gleichzeitig fand der Auftakt des aufsuchenden Impfens in Bad Arolsen statt. Insgesamt sind am ersten Tag 192 Dosen an über 80-Jährige aus Waldeck-Frankenberg verimpft worden. Landrat Dr. Reinhard Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese ziehen für den Auftakt eine positive Bilanz.
„Der erste Tag ist gut verlaufen – sowohl im Impfzentrum, als auch beim aufsuchenden Impfen in Bad Arolsen“, zeigen sich Landrat und Erster Kreisbeigeordneter zufrieden mit dem Start. „Wir sind erleichtert, dass es nun auch in der Fläche endlich losgeht – und dass wir mit der Impfung nun eine effektive Maßnahme haben, um die Pandemie gezielt einzudämmen.“ Es fühle sich gut an, jetzt endlich noch aktiver die Verbreitung des Virus bekämpfen zu können.
Der erste Piks im Impfzentrum
Ein gutes Gefühl hat auch Elke Scharkowski aus Bad Wildungen: Sie hat über die Hotline des Landes Hessen den allerersten Termin im Korbacher Impfzentrum bekommen. Gemeinsam mit ihrem Mann Ralf Scharkowski, der sich ebenfalls anmelden konnte, gehört sie der ersten Priorisierungsgruppe an. Beide waren einige der ersten über 80-Jährigen, die in der Großsporthalle auf der Hauer am Dienstag die erste von zwei Impfungen bekommen haben. „Das alles ist schon ein wenig aufregend. Der Piks an sich ging aber ganz schnell. Und wir freuen uns, dass wir die Impfung heute hier bekommen konnten“, sagen beide. Die zweite Dosis folgt in drei Wochen. „Wir haben die erste Spritze gut vertragen und sind zuversichtlich, dass das auch bei der zweiten so sein wird.“
Im Korbacher Impfzentrum sind am ersten Tag 72 Dosen verimpft worden. Vor Ort waren Personal aus Medizin und Pharmazie und Verwaltungsmitarbeitende des Landkreises, die zudem von Soldaten der Frankenberger Bundeswehr unterstützt wurden. Diese werden auch in den kommenden Wochen und Monaten die Impfkampagne in Waldeck-Frankenberg unterstützend begleiten.
120 Impflinge in Bad Arolsen
Neben dem Start im Impfzentrum in Korbach ist parallel auch das aufsuchende Impfen gestartet. Den Auftakt hat hier Bad Arolsen gemacht. Gemeinsam mit den Städten und Gemein- den hatte sich der Landkreis beim Land dafür eingesetzt, die Wege zur Impfung – insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen – zu erleichtern. In allen Städten und Gemeinden bis auf Korbach und Waldeck werden in den nächsten Wochen und Monaten zentrale Orte geschaffen, an denen sich über 80-Jährige wohnortnah impfen lassen können. Ansprechpartner dafür sind die Städte und Gemeinden.
Im Bürgerhaus in Bad Arolsen haben mobile Impfteams heute damit begonnen, die ersten 120 Seniorinnen und Senioren über 80 Jahre aus der Residenzstadt und den Stadtteilen zu impfen. Wie Bürgermeister Jürgen van der Horst berichtete, war die Resonanz auf das Angebot der Impfungen vor Ort erfreulich groß. Insgesamt gut 400 Anmeldungen gingen bislang bei der Stadtverwaltung ein.
Viele der Impfwilligen zeigten sich erleichtert, dass es nun endlich losgeht, denn Bad Arolsen hatte in den vergangenen Wochen teilweise sehr hohe Infektionszahlen zu verzeichnen. Auch die Erleichterung, dass man gerade angesichts der winterlichen Witterung keine langen Anfahrtswege auf sich nehmen musste war deutlich spürbar. „Wir sind Ihnen dankbar, dass Sie für uns die Möglichkeit geschaffen haben, uns praktisch vor unserer Haustür impfen zu lassen“, äußerte sich einer der Impflinge gegenüber dem Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese. Zufrieden mit dem Beginn der Aktion zeigte sich auch Landtagsabgeordneter Armin Schwarz, der sich in Gesprächen mit Innenminister Peter Beuth auch für die Option des aufsuchenden Impfens eingesetzt hatte. In dieser Woche startet ebenso das aufsuchende Impfen in Frankenberg, Bad Wildungen und Edertal.
Landrat Dr. Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Frese sehen den Impfstart als einen wichtigen Schritt bei der Bekämpfung der Pandemie: „Zwar sind die für Waldeck-Frankenberg vor- erst verfügbaren Dosen noch nicht ausreichend für den Beginn der Massenimmunisierung. Wir gehen aber davon aus, dass wir damit eine Vielzahl der Angehörigen der priorisierten Gruppen impfen lassen können.“ Man hoffe, dass bald mehr des Serums zur Verfügung steht, sodass die Immunisierung der Menschen in Waldeck-Frankenberg schnell deutliche Fortschritte mache.