Eine ungewöhnliche Postsendung hat Landrat Dr. Reinhard Kubat vor einigen Wochen
im Kreishaus erreicht: Über 300 Kinder und Jugendliche aus Waldeck-Frankenberg
haben dem Kreishauschef eine persönliche Postkarte gesendet – und aufgeschrieben,
was sie in der anhaltenden Corona-Pandemie derzeit besonders bewegt.
Der Landrat freut sich über so viel entgegen gebrachtes Vertrauen.
„Die Corona-Pandemie, die mittlerweile seit einem Jahr unser aller Leben beeinflusst,
ist eine Belastung für uns alle – aber insbesondere für die jungen Menschen
unserer Gesellschaft“, sagt Dr. Reinhard Kubat. „Ich bin daher sehr gerührt, dass so
viele Kinder und Jugendliche mich auf diese Art und Weise kontaktiert haben.“
Wünsche, Ängste, Sorgen aber auch Hoffnungen und Dinge, wofür sie dankbar sind
haben die Kinder und Jugendlichen im Alter von sieben bis 19 Jahren auf diese
Weise an den Landrat herangetragen – und sich selbst von der Seele geschrieben.
Familie und Freunde sehen, Geburtstage feiern, die eigenen Hobbies ausüben, Reisen
oder Sport machen: In den Botschaften wird die Sehnsucht der Kinder und Jugendlichen
nach Normalität ganz besonders deutlich. Es wird aber auch klar: Auch
der coronabedingte Druck in der Schule, Home Schooling oder die Kontakt- und Hygieneregeln
im Schulbetrieb stellen zunehmend eine Belastung für die Heranwachsenden
dar.
„Wir haben die Aktion gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen gestartet,
weil es für sie wichtig ist, sich in dieser Ausnahmesituation einmal bewusst zu machen,
was die Corona-Pandemie für sie ganz persönlich bedeutet“, sagt Petra Ullrich,
Gemeindereferentin im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg, der die Aktion unter
dem Titel „Wir sind zukunftsrelevant“ gemeinsam mit den Kollegen im Kirchenkreis
initiiert hat. „Die Kinder und Jugendlichen können so ihre Sorgen und Gedanken
loswerden und zu Papier bringen, was sie in der aktuellen Zeit bewegt.“

Diesen Gedanken Ausdruck zu verleihen, spiele gerade in einer Situation wie dieser
eine wichtige Rolle, ist sich Landrat Dr. Reinhard Kubat sicher. „Wir möchten deutlich
machen, dass wir die Sorgen und Wünsche unserer Kinder und Jugendliche hören
und wahrnehmen“, so der Kreishauschef weiter. „Ich möchte ihnen sagen, dass
auch mich ähnliche Dinge bewegen – und dass die Kinder und Jugendlichen mit ihren
Gedanken nicht allein sind.“ Auch, wenn es momentan schwierig erscheine, sei
es wichtig, solidarisch und gemeinschaftlich weiter durchzuhalten – um mit vereinten
Kräften die Pandemie einzudämmen und möglichst schnell in eine lang ersehnte
neue Normalität zurückkehren zu können.