Seit Montag laufen die Bauarbeiten für ein neues Familienzentrum an der Marburger Straße in Frankenberg (Eder). Zum offiziellen Spatenstich hatte die Stadt vor Ort Vertreter von Landkreis, Magistrat, Stadtverordnetenversammlung, Verwaltung, Träger, Architekturbüro und Baufirma eingeladen.

„Das ist ein großer Tag für Frankenberg“, verkündete Bürgermeister Rüdiger Heß entsprechend stolz vor den Anwesenden. Gebaut wird ein architektonisch modernes und klimafreundlich konzipiertes Gebäude mit Gründach. Das Familienzentrum wird insgesamt fünf Kita-Betreuungsgruppen beherbergen, darüber hinaus weitere Räume für das Familienzentrum sowie ein großzügiges Außengelände. Die Mittagsversorgung wird über eine eigene Küche realisiert. Träger des Familienzentrums wird das Deutsche Rote Kreuz. Die Projektkosten betragen rund 5,1 Millionen Euro, davon fließen rund 2,1 Millionen Euro als Fördergelder von Bund, Land und Landkreis zurück nach Frankenberg.  „Wir wollen Frankenberg zukunftsfähig weiterentwickeln“, so Heß. Dazu gehöre es auch, wohnortnah Kita-Plätze anbieten zu können.

Ein ganzes Wohnquartier mit bis zu 150 Bauplätzen soll in den kommenden Jahren entlang der Marburger Straße neu entstehen – angrenzend an das bestehende Baugebiet im Bockental. Der Bau des neuen Familienzentrums mit Kita neben der Kreishandwerkerschaft bildet dafür den Startpunkt. Die Marburger Straße wird dadurch zur innerstädtischen Straße, der Verkehr wird dann über zwei Kreisverkehrsplätze geregelt. Für die Grundstücke lägen bereits über 150 Anfragen vor, wie der Bürgermeister bestätigte. „Auch das dokumentiert die Dynamik in Frankenberg.“

Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese zeigte sich beeindruckt vom Ziel, den Bau innerhalb eines Jahres fertigzustellen. Es sei sehr wichtig, weitere Betreuungsplätze zu schaffen. „Das ist gut angelegtes Geld. Ich kann die Stadt nur beglückwünschen. Der prognostizierte Einwohnerrückgang ist für Frankenberg nicht eingetreten.“

Für den zukünftigen Träger, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), dankte Geschäftsführer Christian Peter für das Vertrauen der Stadt. „Der Standort ist wohl gewählt. Schon in der Planungsphase waren wir mit eingebunden.“ Mit der Kita Wigand-Gerstenberg sei bereits das erste pädagogische DRK-Projekt vor über 30 Jahren ebenfalls in Frankenberg entstanden, auch mit dem Familienzentrum in Battenberg habe man schon Erfahrungen gesammelt. „Das jetzige Projekt ist das Sahnehäubchen auf das was wir bisher an pädagogischer Arbeit geleistet haben.“

Erfreut über den Baustart zeigte sich auch Architekt Torsten Zimmer aus Bad Wildungen. „Wir freuen uns darüber, hier in Frankenberg ein modernes und zukunftsweisendes Gebäude errichten zu dürfen.“ Frankenberg sei gut aufgestellt für junge Familien, die Ausnutzung des Gebäudes durch Kita und Familienzentrum sei sehr gut. Das Familienzentrum erfülle zudem ökologische und klimatische Anforderungen so, dass es auf lange Sicht zeitgemäß sei.

Die Baufirma Ulrich aus Fulda führt die Bauarbeiten aus. Geschäftsführer Michael Wißler dankte ebenfalls für das Vertrauen und versprach abschließend: „Wir werden alles tun, dass wir den Termin halten können.“