Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf den Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, der schon seit über 50 Jahren das Lesen und die Freude
an Büchern fördert. Sechstklässlerinnen und Sechstklässler der weiterführenden Schulen
stellen ihre Lesekunst normalerweise einem größeren Zuhörerkreis vor – ob im Klassenverband, im Schulentscheid oder später im Regionalwettbewerb. In diesem Jahr werden die
Lesebeiträge wegen der Kontaktbeschränkungen durch die Pandemie als Video auf einer
digitalen Plattform hochgeladen und über Bildschirm von der Jury bewertet.
Leider war bei dem coronakonformen Format in diesem Jahr die Beteiligung der Schulen
an den beiden Kreisentscheiden nicht so hoch wie in den Vorjahren. Dennoch hatte die
Jury es nicht leicht, die zwei Besten zu küren, die Waldeck-Frankenberg beim Bezirksentscheid Kassel vertreten dürfen. Die Jury – bestehend aus den Leitungen der Stadtbüchereien Korbach Susanne Zimmerer und Frankenberg Jan Kanitz, Grundschullehrerin Christiane Herbst, der Buchhändlerin Heike Weiland und dem Buchhändler Rüdiger Richter, Geschichtsstudent und Mitarbeiter des Waldeckischen Geschichtsvereins Philipp Wecker, als
Vertreter des Veranstalters Dr. Hartmut Wecker und Vorjahressiegerin im Nordkreis Ida
Herbst – war sich einig: Die durchweg guten Leseleistungen waren nur in kleinen Nuancen
zu unterscheiden. Letztendlich hat sich die Jury aber für zwei Siegerinnen entschieden.
Für den Kreis Waldeck-Frankenberg Nord wird Katharina Stracke von der Alten Landesschule Korbach ihr Vorlese-Können beim Bezirksentscheid Kassel noch einmal unter Beweis stellen. Feemke Weidner von der Gesamtschule Edertal wird für den Kreis WaldeckFrankenberg Süd um den Einzug in den Landesentscheid Hessen lesen. Die Entscheidung
über das Weiterkommen im Vorlesewettbewerb wird bis zum 23. April gefällt. Im Mai finden dann die Landesentscheide statt und für Juni ist – je nach aktueller Pandemielage –
ein Treffen zur Ermittlung der Landesbesten geplant. Der Börsenverein und der Landkreis als Regionalveranstalter hoffen auf einen bis dahin deutlichen Rückgang der Corona-Infektionszahlen, damit wenigstens der Bundesentscheid als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden kann.